Sika Dr. Siebert & Kühn

Sika Dr. Siebert & Kühn (eigene Schreibweise: SIKA) ist eine deutsche Mess-, Kalibrier- und Regeltechnikfirma mit Sitz in Kaufungen. Der Firmenname Sika steht für die Anfangsbuchstaben des Gründernamens Siebert und des Gründungsortes Kassel.

Das 1901 gegründete mittelständische Familienunternehmen Dr. Siebert & Kühn ist Erfinder des heutigen Maschinenthermometers, das u. a. in Schiffsmotoren verwendet wird. Heute ist SIKA international tätig und beschäftigt etwa 300 Mitarbeiter.
Carl Siebert erkannte vor mehr als 100 Jahren einen Bedarf an hochwertigen Präzisions-Thermometern. Gemeinsam mit Albert Kühn gründete er im Jahr 1901 die Firma Dr. Siebert & Kühn, Fabrik chemischer und physikalischer Präzisionsinstrumente. Die Produktpalette umfasste damals hauptsächlich Präzisionsthermometer und technische Glasapparate. 1934 verkaufte Albert Kühn seine Firmenanteile an Carl Siebert. Dessen Sohn Hans Siebert übernahm daraufhin als alleiniger Inhaber die Leitung der Firma. Er entwickelte in den 1930er Jahren den Prototyp für das Industriethermometer, das durch die weltweite Verbreitung in der gesamten Industrie und Schifffahrt, sowie unter maßgeblicher Beteiligung des Firmeninhabers bis 1962 genormt wurde. Im Jahr 1939 erhielt die Firma Dr. Siebert & Kühn das Patent auf das Maschinenthermometer.
1963 wurde eine Niederlassung in Frankreich, die Sika France S.A.R.L. gegründet. In den Jahren 1969/71 wurden die Fabrik- und Bürogebäude in Oberkaufungen erweitert. Zu dieser Zeit begann auch die Entwicklung von Strömungsüberwachungsgeräten, etwas später folgte die von Niveauüberwachungsgeräten. 1971 wurden die Marineprodukte von Sika zertifiziert. Werner Siebert, Sohn von Hans Siebert, trat 1973 als geschäftsführender Gesellschafter in die Firma ein. 1976 folgte die Entwicklung eines marktfähigen Elektronikprogramms.
1994 ist die Sika Systemtechnik GmbH und 2000 die Sika Aquatec GmbH gegründet worden. 2004 kam die Gründung von Sika USA Inc. hinzu. Gleichzeitig zielte der Messtechnikhersteller auf den Ausbau der vertrieblichen Aktivitäten in China. Mit Christian Siebert, dem Enkel des Gründers und Sebastian Siebert, teilen sich mittlerweile die 3. und 4. Familiengeneration die Leitung des Unternehmens.
Das Produktangebot umfasst Mess- und Kalibriergeräte, Regellösungen und Sensoren für die physikalischen Größen Temperatur, Durchfluss, Niveau, Kraft und Druck. Das Qualitätssicherungssystem der Firmengruppe ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Die Produkte unterteilen sich in die drei Gruppen:

Zweigkanal

Der Begriff Zweigkanal bezeichnet allgemein eine Abzweigung von einem bestehenden Kanalsystem. Dabei werden traditionell sowohl Abzweigungen von einem oberirdischen Kanal (Stichkanal), als auch von einem unterirdischen (Abwasser-)kanal gleichermaßen bezeichnet.

Oberirdische Zweigkanäle werden angelegt, um die Verkehrswege der Binnenschiffahrt zu erweitern. So verbindet beispielsweise der Zweigkanal Linden den Lindener Hafen mit dem Mittellandkanal. Weitere Beispiele für Zweigkanäle sind der Zweigkanal (Dortmund-Ems-Kanal), der Zweigkanal Magdeburg, der Zweigkanal Osnabrück, die Zweigkanäle Kanal III3b und Kanal III C, der Britzer Zweigkanal sowie der Kembs-Niffer-Zweigkanal. (→ für weitere Beispiele s.a. Stichkanal und Liste von Stichkanälen in Deutschland)
Zweigkanäle können auch, wie natürliche Gewässer, Grenzverläufe markieren. Als Beispiel sei hier der Britzer Zweigkanal genannt, der bereits vor der Teilung Deutschlands erbaut worden war und später einen Teil des Grenzverlaufes zwischen dem ehemaligen Ost- und Westteil Berlins markierte.
Zweigkanäle unterirdischer Kanäle dienen beispielsweise dazu, Abwasser einzuleiten, oder die Kanalisation zu entlüften.
Der Begriff wird sowohl für oberirdische Kanäle zur Verbesserung eines bestehenden Bewässerungssystems, als auch für (zumindest teilweise unterirdische) Leitungen der Wasserversorgung verwendet. Bereits in historischer Zeit verwendeten sowohl die Inka als auch die Römer diese Technik..

Henry S. Benedict

Henry Stanley Benedict (* 20. Februar 1878 in Boonville, Cooper County, Missouri; † 10. Juli 1930 in London, England) war ein US-amerikanischer Politiker. In den Jahren 1916 und 1917 vertrat er den Bundesstaat Kalifornien im US-Repräsentantenhaus.
Im Jahr 1888 kam Henry Benedict mit seinen Eltern nach Los Angeles in Kalifornien, wo er die öffentlichen Schulen besuchte. Nach einem Jurastudium an der dortigen University of Southern California und seiner 1910 erfolgten Zulassung als Rechtsanwalt begann er in Los Angeles in diesem Beruf zu arbeiten. Gleichzeitig schlug er als Mitglied der Republikanischen Partei eine politische Laufbahn ein. Zwischen 1910 und 1914 war er Abgeordneter in der California State Assembly; von 1914 bis 1916 gehörte er dem Staatssenat an.
Nach dem Rücktritt des Abgeordneten William Stephens wurde Benedict bei der fälligen Nachwahl für den zehnten Sitz von Kalifornien als dessen Nachfolger in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 7. November 1916 sein neues Mandat antrat. Für die regulären Kongresswahlen des Jahres 1916 wurde er als Kandidat der Progressiven Partei zur Wiederwahl nominiert. Benedict lehnte diese Nominierung jedoch zu Gunsten des Republikaners Henry Z. Osborne ab. Damit konnte er lediglich bis zum 3. März 1917 die laufende Legislaturperiode im Kongress beenden.
Nach dem Ende seiner Zeit im US-Repräsentantenhaus arbeitete Henry Benedict wieder als Anwalt. Außerdem stieg er in das Bankgewerbe ein. In den Jahren 1919 bis 1921 arbeitete er für das kalifornische Finanzministerium; von 1921 bis 1923 gehörte er dem Eisenbahnausschuss seines Staates an. Danach praktizierte er erneut als Rechtsanwalt. Er starb am 10. Juli 1930 während eines Besuchs in der britischen Hauptstadt London und wurde in Glendale beigesetzt.
1. Bezirk: Wright | Marshall | Latham | Denver | McKibbin | Burch | Phelps | Cole | McRuer | Axtell | Houghton | Clayton | Piper | H. Davis | Rosecrans | Henley | T. Thompson | De Haven | Geary | Barham | Coombs | Gillett | W. Englebright | Raker | Kent | Lea | Scudder | C. Miller | Clausen | H. Johnson | Chappie | Bosco | Riggs | Hamburg | Riggs | M. Thompson | LaMalfa • 2. Bezirk: Gilbert | McCorkle | McDougall | Herbert | C. Scott | Sargent | Higby | Sargent | Page | Budd | Louttit | Biggs | Caminetti | G. Johnson | De Vries | Woods | T. Bell | McKinlay | Kent | Raker | H. Englebright | Engle | H. Johnson | Clausen | Chappie | Herger | Huffman • 3. Bezirk: Low | Shannon | Bidwell | J.A. Johnson | Coghlan | Luttrell | Berry | Henley | McKenna | Hilborn | English | Hilborn | Metcalf | Knowland | Curry Sr. | Curry Jr. | Buck | J.L. Johnson | Moss | B. Matsui | Fazio | Ose | Lungren | Garamendi
4. Bezirk: Houghton | Wigginton | Pacheco | Wigginton | Pacheco | Tully | Morrow | Cutting | Maguire | J. Kahn | Livernash | J. Kahn | F. Kahn | Havenner | Rolph | Havenner | Mailliard | Leggett | Fazio | Doolittle | McClintock • 5. Bezirk: Glascock | Felton | Clunie | Loud | Wynn | Hayes | J. Nolan | M. Nolan | Flaherty | Welch | Shelley | P. Burton | J. Burton | P. Burton | S. Burton | Pelosi | B. Matsui | D. Matsui | M. Thompson • 6. Bezirk: Sumner | Markham | Vandever | Bowers | Cannon | McLachlan | Barlow | R. Waters | McLachlan | Needham | Knowland | Elston | MacLafferty | Carter | G.P. Miller | Condon | Baldwin | Mailliard | J. Burton | P. Burton | Boxer | Woolsey | D. Matsui • 7. Bezirk: Bowers | Castle | Needham | McLachlan | Stephens | Church | Barbour | Eltse | Tolan | Allen | Cohelan | Dellums | G. Miller | Bera • 8. Bezirk: Daniels | S. Smith | Hayes | Hersman | Free | McGrath | J. Anderson | G.P. Miller | Stark | Dellums | Pelosi | Cook
9. Bezirk: C. Bell | Randall | Lineberger | Evans | Church | Gearhart | White | A. Hunter | Younger | Edwards | Stark | Dellums | Lee | McNerney • 10. Bezirk: Stephens | Benedict | Osborne | Fredericks | Crail | Stubbs | Elliott | Werdel | Gubser | Edwards | Baker | Tauscher | Garamendi | Denham • 11. Bezirk: Kettner | Swing | Evans | McGroarty | J. Hinshaw | Outland | Bramblett | J.L. Johnson | McFall | Younger | McCloskey | Ryan | Royer | Lantos | Pombo | McNerney | G. Miller | DeSaulnier • 12. Bezirk: Hoeppel | Voorhis | Nixon | Hillings | Hunter | Sisk | Talcott | McCloskey | Zschau | Konnyu | T. Campbell | Lantos | Speier | Pelosi • 13. Bezirk: Kramer | Poulson | Healy | Poulson | Bramblett | Teague | Lagomarsino | Mineta | Stark | Lee • 14. Bezirk: T. Ford | Gahagan | Yorty | Hagen | Baldwin | Waldie | McFall | Shumway | Doolittle | Eshoo | Speier • 15. Bezirk: Traeger | Costello | McDonough | McFall | Sisk | Coelho | Condit | Mineta | T. Campbell | Honda | Swalwell
16. Bezirk: Dockweiler | L. Ford | Rogers | E. Patterson | Jackson | A. Bell | Sisk | McFall | Talcott | Panetta | Edwards | Lofgren | Costa • 17. Bezirk: Colden | Geyer | King | G. Anderson | McCloskey | Krebs | Pashayan | Dooley | Panetta | Farr | Honda • 18. Bezirk: J. Burke | B. Scott | Eaton | W. Johnson | Doyle | Bradley | Doyle | Hosmer | Hagen | Mathias | Ketchum | Thomas | Lehman | Condit | Cardoza | Eshoo • 19. Bezirk: Collins | Sheppard | Holifield | Lagomarsino | Lehman | Radanovich | Denham | Lofgren • 20. Bezirk: Burnham | Izac | J. Hinshaw | H. Smith | Moorhead | Goldwater | Thomas | Dooley | Costa | Farr • 21. Bezirk: Sheppard | Hiestand | Hawkins | Corman | Fiedler | Gallegly | Thomas | Nunes | Valadao • 22. Bezirk: Phillips | Holt | Corman | Moorhead | Huffington | Seastrand | W. Capps | L. Capps | Thomas | McCarthy | Nunes • 23. Bezirk: Izac | Fletcher | McKinnon | Doyle | Clawson | Rees | Beilenson | Gallegly | L. Capps | McCarthy • 24. Bezirk: Poulson | Lipscomb | Rousselot | Waxman | Beilenson | Sherman | Gallegly | L. Capps
25. Bezirk: Hillings | Kasem | Rousselot | Cameron | Wiggins | Roybal | McKeon | Knight • 26. Bezirk: Yorty | Roosevelt | Rees | Rousselot | Berman | Dreier | Brownley • 27. Bezirk: Sheppard | Burkhalter | Reinecke | Goldwater | A. Bell | Dornan | Levine | Moorhead | Rogan | Schiff | Sherman | Chu • 28. Bezirk: Utt | A. Bell | Y. Burke | Dixon | Dreier | Berman | Schiff • 29. Bezirk: Phillips | Saund | Brown | Danielson | Hawkins | M. Waters | Waxman | Schiff | Cardenas • 30. Bezirk: B. Wilson | Roybal | Danielson | Martínez | Becerra | Waxman | Sherman • 31. Bezirk: C. Wilson | Dymally | Martínez | Solis | Becerra | G.G. Miller | Aguilar • 32. Bezirk: Hosmer | G. Anderson | Dixon | Watson | Solis | Chu | Napolitano • 33. Bezirk: Sheppard | Dyal | J. Pettis | Clawson | Grisham | Dreier | Roybal-Allard | Watson | Bass | Waxman | Lieu • 34. Bezirk: Hanna | Hannaford | Lungren | Torres | Napolitano | Roybal-Allard | Becerra • 35. Bezirk: Utt | Schmitz | G. Anderson | Lloyd | Dreier | Lewis | M. Waters | Negrete McLeod | Torres • 36. Bezirk: B. Wilson | Ketchum | Brown | Harman | Kuykendall | Harman | Hahn | Ruiz
37. Bezirk: Van Deerlin | Y. Burke | J. Pettis | S. Pettis | Lewis | McCandless | Tucker | Millender-McDonald | Richardson | Bass • 38. Bezirk: Martin | Tunney | Veysey | Brown | J. Patterson | Dornan | Horn | Napolitano | Sánchez • 39. Bezirk: A. Hinshaw | Wiggins | Dannemeyer | Royce | Sánchez | Royce • 40. Bezirk: B. Wilson | A. Hinshaw | Badham | Cox | Lewis | Royce | Roybal-Allard • 41. Bezirk: Van Deerlin | B. Wilson | Lowery | Kim | G.G. Miller | Lewis | Takano • 42. Bezirk: Burgener | Van Deerlin | D. Hunter Sr. | Lungren | Rohrabacher | Brown | Baca | G.G. Miller | Calvert • 43. Bezirk: Veysey | Burgener | Packard | Calvert | Baca | M. Waters • 44. Bezirk: Bates | Cunningham | McCandless | Bono | Bono Mack | Calvert | Hahn • 45. Bezirk: D. Hunter Sr. | Rohrabacher | Bono Mack | J. Campbell | Walters • 46. Bezirk: Dornan | Sanchez | Rohrabacher | Sanchez • 47. Bezirk: Cox | Sanchez | Lowenthal • 48. Bezirk: Packard | Issa | Cox | J. Campbell | Rohrabacher • 49. Bezirk: Schenk | Bilbray | S. Davis | Issa • 50. Bezirk: Filner | Cunningham | Bilbray | D. Hunter Jr. • 51. Bezirk: Cunningham | Filner | Vargas • 52. Bezirk: D. Hunter Sr. | D. Hunter Jr. | Peters • 53. Bezirk: S. Davis

Komitat Pest

Das Komitat Pest [ˈpɛʃt] ist ein Verwaltungsbezirk in Zentralungarn, rund um die einem Komitat gleichgestellte Hauptstadt Budapest. Es ist 6394 Quadratkilometer groß und hat rund 1,22 Millionen Einwohner. Es grenzt im Norden an die Slowakei sowie im Uhrzeigersinn an die Komitate Nógrád, Heves, Jász-Nagykun-Szolnok, Bács-Kiskun, Fejér und Komárom-Esztergom. Die Komitatsverwaltung befindet sich in Budapest.
Bei der großen Komitatsreform 1950 wurde das Komitat aus dem Nordteil des historischen Komitats Pest-Pilis-Solt-Kiskun gebildet.
Das Land ist als Teil der Großen Ungarischen Tiefebene größtenteils Flachland, nur der Norden und Westen sind hügelig. Das Komitat wird von der Donau durchflossen, die bei Vác am Donauknie einen scharfen Knick nach Süden macht. In der Nähe liegt auch die historisch bedeutsame Stadt Visegrád mit der Nachbarstadt Nagymaros. Östlich von Budapest befindet sich die ehemalige königliche Sommerresidenz Gödöllő mit dem Hungaroring. Auf dem Gebiet der Gemeinde Pusztavacs befindet sich der geographische Mittelpunkt Ungarns.

Albertirsa
Museumsdorf in Szentendre

Stand: 1. Januar 2005
Die staatliche Direktion der Museen des Komitats Pest ist Träger von 21 Komitatsmuseen. Komitatssitz ist Budapest.
* Komitatsmuseum
Bács-Kiskun | Baranya | Békés | Borsod-Abaúj-Zemplén | Budapest | Csongrád | Fejér | Győr-Moson-Sopron | Hajdú-Bihar | Heves | Jász-Nagykun-Szolnok | Komárom-Esztergom | Nógrád | Pest | Somogy | Szabolcs-Szatmár-Bereg | Tolna | Vas | Veszprém | Zala
Aszód | Budaörs | Cegléd | Dabas | Dunakeszi | Érd | Gödöllő | Gyál | Monor | Nagykáta | Pilisvörösvár | Ráckeve | Szentendre | Szob | Vác | Veresegyház
47.41666666666719.333333333333Koordinaten: 47° 25′ N, 19° 20′ O

Christoph Gerdes

Christoph Gerdes (* 18. Januar 1590 in Güstrow; † 19. Juni 1661 in Lübeck) war Jurist und Bürgermeister der Hansestadt Lübeck in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
Christoph Gerdes war Sohn des Güstrower Ratsherren Martin Gerdes. Er studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten von Rostock, Leipzig, Wittenberg, Jena, Heidelberg und Straßburg. Nach der Promotion zum Dr. beider Rechte durch die Universität Jena ließ er sich in Lübeck als Advokat nieder. Er wurde zunächst Rat des Herzogs von Sachsen-Lauenburg und Syndikus des Lübecker Domkapitels. 1625 wurde er in den Rat der Stadt Lübeck erwählt und dort schon 1627 zum Bürgermeister bestimmt. 1629-30 hatte er im Rat das Amt des Kämmereiherren inne. In seine Amtszeit fallen die letzten Bedrohungsphasen des Dreißigjährigen Krieges für Lübeck, die 1643 durch den Einmarsch der Schweden unter Lennart Torstensson in Holstein bewirkt wurden. Ein kaiserliches Heer unter Matthias Gallas kam den Dänen in Schleswig-Holstein zur Hilfe. Der Separatfrieden von Brömsebro 1645 beseitigte die unmittelbare Gefahr für die Stadt. Der Westfälische Friede setzte den 1648 den Lübecker Anteil der an Schweden zu zahlenden Entschädigung von fünf Millionen Talern auf 42.720 Taler fest. Auch der Ausgleich zwischen Schweden und Polen wurde 1651/52 ergebnislos vorverhandelt. 1655 kam es erneut zum Krieg zwischen Schweden und Polen, der erst 1660 durch den Frieden von Oliva beendet wurde. Zwischen Dänemark und Schweden brach der Krieg 1657 neu aus und Karl V. marschierte wieder in Holstein ein. Diese Auseinandersetzung wurde 1658 kurzzeitig durch den von Karl V. erzwungenen Frieden von Roskilde beigelegt, begann aber bald neu und endete erst mit dem Tod Karls V. im Jahr 1660. Die Lübecker hatten mit ihren Schiffen 1659 Kopenhagen über See versorgt, einige Schiffe wurden von Schweden als Prise genommen und beschlagnahmt. Die Dänen erhielten 1658 erneut kaiserliche wie auch brandenburgische Unterstützung. Der brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm marschierte auch in das Lübecker Außengebiet ein und schlug 1659 sein Hauptquartier in Nusse auf, so dass Lübeck von seinen unerbitterlichen Requirierungen betroffen wurde. Ab 1660 beruhigte sich die Lage und der Lübecker Handel nahm wieder Aufschwung, obwohl die Hanse als Organisation den Krieg nicht überstanden hatte. In die Zeit Gerdes als Bürgermeister fällt der erfolglose Versuch im Jahr 1651 noch einmal zu einem Hansetag aufzufordern.
Gerdes war in erster Ehe mit einer Tochter des Lübecker Bürgers Johann Wedemhof verheiratet. In zweiter Ehe heiratete er eine Tochter des holsteinischen Kanzlers Nikolaus Jungius. Der Rat überließ ihm das Gut Strecknitz zur Nutzung. Gerdes war Kirchenvorsteher der Lübecker Marienkirche, in der er auch begraben wurde. Sein Epitaph in dieser Kirche wurde beim Luftangriff auf die Lübecker Altstadt 1942 zerstört. Der Rektor des Katharineums Sebastian Meier verfasste für ihn eine Gedächtnisschrift in lateinischer Sprache.

Cassandra Steen

Cassandra Steen (* 9. Februar 1980 in Ostfildern-Ruit) ist eine in Deutschland lebende US-amerikanische Pop- und R&B-Sängerin.

Cassandra Steens Eltern trennten sich schon vor ihrer Geburt. Bei ihren Großeltern wuchs sie auf einem US-Armeestützpunkt bei Stuttgart zweisprachig auf, da innerhalb der Familie ausschließlich englisch gesprochen wurde. Sie besitzt nach eigenen Angaben ausschließlich die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Steen ist seit Dezember 2013 mit ihrem Manager Stephan Kocian verheiratet.
Bekanntheit erlangte Cassandra Steen erstmals im Alter von 17 Jahren als Duettpartnerin von Freundeskreis auf dem Album Quadratur des Kreises. Zahlreiche Festival- und Open-Air-Auftritte mit der Band folgten, ehe sie 1998 von Booya Music als Solokünstlerin unter Vertrag genommen wurde. Zwei Jahre später wurde 3P-Labelchef Moses Pelham über ein Demo-Tape auf die Sängerin aufmerksam und schloss nach ersten gemeinsamen Aufnahmen im Studio einen Vertrag mit ihr ab.
Kurz nach Vertragsunterzeichnung machte sie sich als Leadsängerin des Trios Glashaus einen Namen. Aus der Zusammenarbeit mit Pelham und Martin Haas resultierte neben drei kommerziell erfolgreichen Alben 2003 auch eine Soloveröffentlichung unter dem Titel Seele mit Herz. Des Weiteren war sie als Background- und Chorusstimme Label-Kollegen wie Illmatic und Sabrina Setlur behilflich.
Seit 2003 ist Cassandra Steen auch außerhalb von 3P als Feature auf Neuerscheinungen von anderen Interpreten wie Azad, J-Luv, W4C, Melbeatz, Freundeskreis, Curse, Tone, Bushido und Xavier Naidoo zu hören. In Zusammenarbeit mit Bushido entstand 2005 die Singleauskopplung Hoffnung stirbt zuletzt.
Anfang 2009 veröffentlichte Cassandra Steen ein Soloalbum mit dem Titel Darum leben wir. Mit der ersten und gleichnamigen Singleauskopplung vertrat sie ihr Bundesland Baden-Württemberg beim Bundesvision Song Contest 2009 am 13. Februar in Potsdam und belegte den vierten Platz. Die Single Darum leben wir wurde am 30. Januar 2009 veröffentlicht. Im Sommer 2009 platzierte sich die gemeinsam mit Adel Tawil aufgenommene Single Stadt bis auf Platz 2 der Deutschen Charts und erlangte Platinstatus. Für die deutsche Fassung des Disney-Films Küss den Frosch synchronisierte sie die Titelrolle der Tiana und sang gemeinsam mit dem US-amerikanischen R’n’B-Sänger Ne-Yo den Song Never Knew I Needed. Dieser schaffte es auf Platz 64 der deutschen Single-Charts, in Portugal konnte der Titel Platz 15 erreichen.
Am 29. April 2011 veröffentlichte sie mit Mir so nah ihr drittes Soloalbum. Für die erste Single-Auskopplung Gebt alles arbeitete sie erneut mit Adel Tawil zusammen. Am 5. August 2011 erschien die zweite Single-Auskopplung Tanz.
Bei der KiKA-Casting-Show Dein Song übernahm Cassandra Steen 2014 zum zweiten Mal eine Musikpatenschaft, nachdem sie bereits 2009 dabei war. Gemeinsam mit Vincent Ott sang sie im Finale am 4. April das Lied Shades & Shadows. Im Televoting verloren sie aber gegen DJ BoBo und dessen Schützling Pier Luca Abel.

Beinwellblättrige Zistrose

Beinwellblättrige Zistrose (Cistus symphytifolius)
Die Beinwellblättrige Zistrose (Cistus symphytifolius) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Zistrosen (Cistus) in der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae).

Der aromatisch duftende, stark verzweigte, immergrüne Strauch erreicht Wuchshöhen von 60 bis 200 cm. Die bräunlichen Zweige brechen sehr leicht. Stängel, Blätter und Blütenstiele sind mit Drüsenhaaren besetzt. Die gegenständigen, am Grund zu einer spärlich behaarten Scheide verwachsenen Laubblätter sind gestielt, mit 5 bis 12 cm langer, eiförmig-lanzettlicher, 2,2 bis 4,4-mal so lang wie breiter Spreite. Die Rippen treten auf der Blattunterseite stark hervor, wodurch das Blatt runzelig erscheint. Die Beschaffenheit ist rau und klebrig. Drüsenhaare treten auf der Blattunterseite nur auf diesen Rippen auf.
Die rosaroten Blüten erreichen einen Durchmesser von bis zu 6 Zentimeter. Der Griffel ist doppelt so lang wie die zahlreichen, kräftig gelben Staubblätter. Die inneren Kelchblätter haben eine 5 bis 6 mm lange Spitze und sind viel größer als die äußeren Kelchblätter. Die fünfspaltige Kapselfrucht ist dunkelbraun, aufgeblasen und nur auf den Nerven behaart. Sie erzeugt mehr als 200 Samen, die dunkelgrau sind.
Blütezeit ist von Februar bis Juli.
Der wissenschaftliche Name Cistus symphytifolius wurde 1786 von Jean-Baptiste de Lamarck erstbeschrieben. Wichtige Synonyme sind Cistus vaginatus Dryand. und Rhodocistus berthelotianus Spach, nom. illeg.
Die Beinwellblättrige Zistrose wird in drei Varietäten gegliedert:
Cistus symphytifolius var. leucophyllus (Spach) Dans. ist ein Synonym von Cistus ocreatus.
Die Beinwellblättrige Zistrose ist ein Endemit der Kanarischen Inseln Teneriffa und La Palma. Die Zistrosen von Gran Canaria, El Hierro und La Gomera wurden als verwandte Arten abgetrennt.
Sie wächst im Unterholz hochgelegener Kanarenkiefernwälder, aber auch in Kanarischen Zwergstrauchheiden (mit Chamaecytisus proliferus oder Erica arborea) im Übergang zum Kanarenkieferwald.
Die Beinwellblättrige Zistrose wird als nicht gefährdet (LC = „Least concern“) angesehen.

Pär Djoos

Pär Djoos (* 11. Mai 1968 in Mora) ist ein ehemaliger schwedischer Eishockeyspieler und heutiger -trainer, der in seiner aktiven Zeit von 1984 bis 2003 unter anderem für die Detroit Red Wings und die New York Rangers in der National Hockey League gespielt hat. Seit 2009 ist er Cheftrainer bei IF Sundsvall Hockey in der HockeyAllsvenskan.

Pär Djoos begann seine Karriere als Eishockeyspieler in seiner Heimatstadt beim Mora IK, für dessen Profimannschaft er von 1984 bis 1986 in der Division 1, der zweiten schwedischen Spielklasse, aktiv war. Anschließend spielte der Verteidiger vier Jahre lang für Brynäs IF in der Elitserien, ehe er von den Detroit Red Wings unter Vertrag genommen wurde, die ihn bereits im NHL Entry Draft 1986 in der siebten Runde als insgesamt 127. Spieler ausgewählt hatten. Für Detroit stand er in der Saison 1990/91 in der National Hockey League in 26 Spielen auf dem Eis, in denen er zwölf Vorlagen gab. Zudem erzielte er in 20 Spielen für Detroits Farmteam Adirondack Red Wings elf Scorerpunkte, davon zwei Tore, in der American Hockey League. Am 5. März 1991 wurde er kurz vor Ende der Trade Deadline zusammen mit Joe Kocur im Tausch gegen Kevin Miller, Jim Cummins und Dennis Vial zu den New York Rangers transferiert, spielte bis Saisonende jedoch ausschließlich für deren AHL-Farmteam Binghamton Rangers. In der Saison 1991/92 konnte sich der Schwede einen Stammplatz bei den New York Rangers in der NHL erspielen, für die er in 50 Spielen 19 Scorerpunkte erzielte, davon ein Tor. In der folgenden Spielzeit absolvierte er nur noch sechs Partien für New York in der NHL und verbrachte die gesamte Spielzeit bei deren AHL-Farmteam Binghamton Rangers. Für Binghamton erzielte er in insgesamt 84 Spielen 79 Scorerpunkte, davon 18 Tore. Aufgrund dieser Leistungen wurde er in der gleichen Spielzeit in das AHL All-Star Team gewählt.
Zur Saison 1993/94 kehrte Djoos nach Europa zurück, wo er für den HC Lugano in der Schweizer Nationalliga A in 45 Spielen zehn Tore erzielte und 32 Vorlagen gab. Von 1994 bis 1996 stand er in der Elitserien beim Västra Frölunda HC unter Vertrag. Die Saison 1995/96 beendete er jedoch beim Zweitligisten Södertälje SK, mit dem ihm auf Anhieb der Aufstieg in die Elitserien gelang. Von 1996 bis zu seinem Karriereende im Alter von 35 Jahren im Anschluss an die Saison 2002/03 spielte er für seinen Ex-Klub Brynäs IF in der Elitserien. Sein größter Erfolg mit Brynäs war der Gewinn des schwedischen Meistertitels in der Saison 1998/99. Zu diesem Erfolg trug er als bester Vorlagengeber der Elitserien, sowohl in der Hauptrunde, als auch in den Playoffs, bei. Zudem wurde er in das All-Star Team der Elitserien gewählt sowie in das schwedische All-Star Team, einer Auswahl der besten weltweit aktiven schwedischen Eishockeyspieler. 2000 und 2001 nahm er jeweils am All-Star Game der Elitserien teil.
Von 2005 bis 2007 war Djoos Assistenztrainer beim Mora IK in der Elitserien. Nachdem er auch die Saison 2007/08 in dieser Funktion begann, ersetzte er im Laufe der Spielzeit seinen Landsmann Magnus Arvedson und war kurzzeitig als Interimstrainer für die Mannschaft tätig, ehe er selbst durch den Finnen Kari Eloranta ersetzt wurde. Seit 2009 ist er Cheftrainer bei IF Sundsvall Hockey in der zweitklassigen HockeyAllsvenskan.
Für Schweden nahm Djoos im Juniorenbereich an der U18-Junioren-Europameisterschaft 1986 sowie der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 1988 teil. Bei der U18-EM 1986 gewann er mit seiner Mannschaft die Silbermedaille und er selbst wurde in das All-Star Team des Turniers gewählt. Im Seniorenbereich stand er im Aufgebot seines Landes bei den Weltmeisterschaften 1990 und 1999. Dabei gewann er mit Schweden eine Silber- und eine Bronzemedaille.

Versenkreck

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Der Benutzer Flominator wünscht sich an dieser Stelle ein Bild. Motiv: Schön wäre es, die alte und neue Variante untereinander zum Vergleich zu haben Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
Ein Versenkreck ist eine Einrichtung zum Reckturnen in Sporthallen, bei der die Recksäulen bei Nichtbenutzung im Boden versenkt werden. Dies hat den Vorteil, dass die Recksäulen nicht abgebaut und in den Geräteraum verstaut werden müssen wie bei Steckreckanlagen oder einem Spannreck.
Die Erfindung des Versenkrecks geht auf den Sportwissenschaftler Hacker zurück und wurde viele Jahre von der Augsburger Turngerätefabrik Wallenreiter (heute Wallenreiter Sportgeräte) in Sporthallen eingebaut. Derartige Versenkrecke zeichnen sich durch einen Begehungsschacht aus, über den man die Reckanlage jederzeit zugänglich unter dem Sporthallenboden warten kann. Bis heute sind zahlreiche Installationen voll funktionstüchtig in Gebrauch.
Aufgrund des baulich aufwendigen Wartungsschachtes werden Versenkreckanlagen seit ca. 1970 nicht mehr nach der Hacker-Konstruktion gebaut, sondern in einem geschlossenen System. Die Reckanlagen weisen keinen Zugangsschacht mehr aus; stattdessen werden die Recksäulen mit dem vollständigen Versenkmechanismus in einem Topfrohr eingebaut.

Camera Obscura (Band)

Camera Obscura ist eine schottische Indie-Band.

Im Jahr 1996 gründeten Sängerin und Songwriterin Tracyanne Campbell, Schlagzeuger und Sänger John Henderson, Bassist Gavin Dunbar und Gitarrist David Skirving in Glasgow die Band Camera Obscura. In den ersten Jahren nahmen sie mehrere Singles auf und die Gruppe wuchs auf sechs Mitglieder an. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurden sie, als 2001 der BBC-Radiomoderator John Peel auf sie aufmerksam wurde. Im Jahr darauf veröffentlichten sie ihr Debütalbum Biggest Bluest Hi-Fi. In diesen frühen Jahren wurden sie immer wieder von Musikern der zeitgleich in Glasgow gegründeten Band Belle and Sebastian unterstützt. Das zweite Album Underachievers Please Try Harder folgte 2003. Es wurde nicht nur in ihrer Heimat, sondern auch in den USA veröffentlicht.
Für die Peel-Sessions vertonten die Musiker 2004 zwei Gedichte des schottischen Nationaldichters Robert Burns und als ihr Förderer John Peel im selben Jahr starb, widmeten sie ihm die Singleveröffentlichung von I Love My Jean. Zwischenzeitlich waren Camera Obscura weltweit erfolgreich auf Tour gegangen. Ihr nächstes Album produzierten sie in Schweden zusammen mit Produzent Jari Haapalainen, aber ohne den zweiten Sänger John Henderson, der die Band zuvor verlassen hatte. Damit rückte der Gesang von Tracyanne Campbell alleine in den Vordergrund. Let’s Get Out of This Country erschien international 2006 und brachte ihnen einen ersten Achtungserfolg in den US-amerikanischen Independent-Charts.
Die folgenden Jahre brachten weitere Veränderungen, so zog sich Trompeter Nigel Baillie als festes Bandmitglied zurück, obwohl er noch gelegentlich mit der Band auftritt. Außerdem wechselten sie das Label. Der endgültige Durchbruch gelang den Schotten 2009 mit dem Album My Maudlin Career. Damit schafften sie es erstmals in die offiziellen Albumcharts sowohl in Großbritannien als auch in den USA. Danach nahm sich die Band wegen gesundheitlicher und persönlicher Probleme der Mitglieder eine Auszeit. Bis 2013 hatten sie jedoch wieder ein neues Album fertiggestellt, das diesmal mit Produzent Tucker Martine in den USA aufgenommen wurde. Desire Lines konnte an den Charterfolg des Vorgängers anknüpfen. Am 11. Oktober 2015 starb Keyboarderin Carey Lander an Knochenkrebs.