Las posadas

Die Posadas sind vorweihnachtliche Feiern, die in Lateinamerika, Mexiko und auch im Südwesten der USA ab dem 16. Dezember gefeiert werden. Der Brauch wird nicht nur von römisch-katholischen Christen begangen, sondern findet sich auch im Kalender der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika. Es sind insgesamt 9 Tage und jeder Tag bedeutet ein Monat der Schwangerschaft von Maria. Sie stellen die Suche Marias und Josephs nach einer Herberge auf ihrem Weg von Nazaret bis Betlehem vor der Geburt Jesu dar. Die letzte Posada wird deshalb am Heiligabend gefeiert.
Die Tradition kommt von den Augustinern, welche in ihrem Versuch die Indianer zu bekehren deren Sitten nutzten, um sie dem christlichen Glauben anzupassen. So feierten die Azteken im Dezember das Kommen Huitzilopochtlis. Die erste Posada fand statt im Kloster von Alcolman im Nordosten von Mexiko-Stadt. Dazu gab es immer Piñatas und es wurden Weihnachtslieder gesungen.
Heutzutage hat sich die Tradition geändert. Freunde und Verwandte treffen sich in einem Haus. Manche stehen vor der Eingangstür und stellen Maria und Joseph dar, die um eine Bleibe bitten. Im Haus ist der Gastwirt mit seinen Gästen. Abwechselnd wird gesungen. Alle haben eine kleine Kerze in der Hand. Manchmal tragen Kinder die Figuren Maria, Joseph und den Esel in der Hand.
Die draußen Stehenden fangen an zu singen:
Im Haus wird geantwortet mit:
Alle vier Verse wechselt man sich ab.
Zum Schluss singen alle:
Dies lässt sich wie folgt übersetzen:

Rainer J. Zotz

Rainer J. Zotz (* 1959) ist Facharzt für Kardiologie, Angiologie sowie spezielle internistische Intensivmedizin und als Professor an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) tätig.

Rainer J. Zotz, der aus der österreichisch-deutschen Unternehmer-, Künstler- und Gelehrtenfamilie Zotz stammt, studierte Medizin an der Universität Mainz, wo er 1985 mit einer Arbeit über Art und Häufigkeit der repetitiven Kammerantwort beim Menschen zum Doktor der Medizin promovierte. Er habilitierte sich an der Universität Marburg und wurde 2003 zum Chefarzt für Innere Medizin an deren Klinikum Schwalmstadt ernannt. Im gleichen Jahr wurde er an der Universität Marburg zum außerplanmäßigen Professor der Medizin ernannt. Seit 2006 ist Zotz Professor an der Medizinischen Hochschule Hannover. Bis 2010 arbeitete er als Chefarzt der Kardiologie an einem Lehrkrankenhaus der Hochschule, dem Klinikum Herford, wo er für die Medizinische Klinik III verantwortlich war, die als Schwerpunkt Patienten mit Herz- und Kreislauf- und Gefäßerkrankungen behandelt. 2010 wechselte er in das Marienhaus Klinikum Eifel, Klinikstandort Bitburg, wo er als Chefarzt eine neue Abteilung für Kardiologie aufbaut.
Rainer J. Zotz ist durch zahlreiche Forschungsarbeiten für die Entwicklung von Diagnoseverfahren hervorgetreten. In seiner Zeit als Professor in Marburg entwickelte er eine Methode, zusätzlich zum Ruhe- und Belastungs-EKG etwaige Veränderungen an den Koronargefäßen bei der Langzeitkontrolle über ein so genanntes Schluckecho darzustellen. Als weltweit erster Anbieter dieser neuen diagnostischen Maßnahme zur noninvasiven kardiologischen Untersuchung erprobte er diese in einem Forschungsprojekt an Patienten einer hessischen Landarztpraxis.
Standard für die Untersuchung der Herzkranzgefäße ist bis heute das invasive Verfahren der Röntgenangiographie, bei denen der Arzt mit einem Diagnosegerät in den menschlichen Körper eindringt. Zotz und seine Mitarbeiter schlagen als Alternative eine nichtinvasive Methode vor, um Koronargefäße in 3D-Ultraschalldatensätzen zu visualisieren.
Zotz war auch an der Entwicklung eines Verfahrens beteiligt, durch das Ultraschallsonden Bildserien vom Herzen in verbesserter Qualität aufnehmen. Dabei werden die Artefakte der starken Eigenbewegung des Herzens durch eine paarweise Registrierung von Bildern in den Volumendatensätzen mittels affiner Transformationen reduziert. Das Verfahren ermittelt die Parameter durch Fourier-Mellin invariante Deskriptoren und Korrelationsverfahren.

Buster Cooper

George „Buster“ Cooper (* 4. April 1929 in Saint Petersburg in Florida) ist ein US-amerikanischer Jazz-Posaunist des Swing.

Buster Cooper besuchte die Gibbs Highschool in St. Petersburg und spielte zunächst in lokalen Orchestern wie der Band von Nat Towles in Texas, kam 1950 nach New York City, studierte bis 1952 an der Hartnett School, spielte 1952-55 mit Lionel Hampton und besuchte mit dessen Band Ende 1953 Europa. Er war dann zwei Jahre in der Haus-Band des Apollo Theater in Harlem, spielte bei Benny Goodman und bildete mit seinem Bruder Steve (ein Bassist) eine eigene Band, die Coopers Brothers Band. Er gehörte zwischen 1962 und 1969 zur Ellington-Band und zog 1973 nach Los Angeles, wo er mit lokalen Bands spielte. Später trat er wieder mit Hampton und in den letzten Jahren mit T. S. Monk auf. Er war zudem an Platteneinspielungen bei Duke Ellington, den Prestige Blues Swingers, Arnett Cobb, Jack McDuff, und A. K. Salim beteiligt. Noch bis in die 2010er Jahre spielte er regelmäßig in St. Petersburg.

Elio de Angelis

Elio de Angelis (* 26. März 1958 in Rom; † 15. Mai 1986 in Marseille) war ein italienischer Automobilrennfahrer. In der Formel 1 startete er für Shadow, Lotus und Brabham. De Angelis bestritt zwischen 1979 und 1986 insgesamt 108 Rennen und gewann zwei Grand Prix.

Mit 14 Jahren begann de Angelis mit dem Kartsport, 1975 belegte er Platz zwei bei der Kart-Weltmeisterschaft hinter dem Belgier François Goldstein. 1976 gewann er die Kart-Europameisterschaft.
1977 stieg de Angelis im Alter von 19 Jahren mit einem Chevron-Toyota in die italienische Formel-3-Meisterschaft ein. Bereits das dritte Rennen gewann er, am Saisonende wurde er Meister. Außerdem bestritt er drei Rennen der Formel-2-Europameisterschaft für die Scuderia Everest von Giancarlo Minardi. 1978 begann er zunächst die Formel-2-Europameisterschaft bei der Scuderia Everest, stieg aber nach dem sechsten Rennen aufgrund der technischen Unterlegenheit seines Teams aus. Er kehrte zurück in die Formel 3, wo er das prestigeträchtige Formel-3-Rennen von Monaco gewann.
Nachdem er bereits im September 1978 Testfahrten für das Formel-1-Team Shadow bestritten hatte, bekam de Angelis einen Vertrag bei Shadow für die Saison 1979. Finanziert wurde dieser Platz von seinem Vater, was ihm zunächst den Ruf eines Paydrivers einbrachte. Sein einziges Resultat in den Punkterängen war der vierte Platz beim letzten Saisonrennen, dem Großen Preis der USA Ost in Watkins Glen.
Dank seiner guten Leistungen mit dem unterlegenen Wagen in der Saison 1979 bot ihm Colin Chapman einen Vertrag beim Team Lotus für die Saison 1980 an. Das beste Resultat in seiner ersten Saison bei Lotus war der zweite Platz beim Großen Preis von Brasilien. Die Weltmeisterschaft schloss er mit 13 Punkten als Siebter ab. 1981 fuhr de Angelis auf Platz acht in der Fahrerweltmeisterschaft mit 14 Punkten. 1982 gewann er in Österreich mit einem Vorsprung von 0,05 Sekunden auf Keke Rosberg seinen ersten Grand Prix. Mit 23 Punkten wurde er in der Weltmeisterschaft Neunter.
In der darauf folgenden Saison 1983 hatte der Lotus zu viele Defekte, deshalb erzielte er mit einem fünften Platz beim Großen Preis von Italien nur zwei Weltmeisterschaftspunkte. 1984 wurde de Angelis Dritter in der Weltmeisterschaft mit 34 Punkten. Obwohl ihm kein Sieg gelang, war das die beste Formel-1-Saison in seiner Karriere. 1985 gewann de Angelis sein zweites und letztes Rennen, den Großen Preis von San Marino. Mit 33 Punkten wurde er Fünfter in der Weltmeisterschaft.
1986 bekam de Angelis einen Vertrag von Bernie Ecclestone bei Brabham. Der sehr flach gebaute Brabham BT55 erwies sich als ein problematisches Auto. Der Große Preis von Monaco war de Angelis’ letztes Formel-1-Rennen.
Elio de Angelis verunglückte am 15. Mai 1986 bei Testfahrten für das Brabham-Team in Le Castellet. Als Unfallursache wird ein Bruch des Heckflügels bei einer Geschwindigkeit von rund 300 km/h in der S-Kurve „La Verrière“ vermutet. Eine offizielle Bestätigung der Ursache gab es jedoch nie. Nach mehreren Überschlägen und einem Kontakt mit der Leitplanke blieb das Auto kopfüber liegen. Als Alan Jones an der Unfallstelle anhielt, brannte der Wagen bereits. Die schlecht ausgerüsteten Marshalls waren nicht in der Lage, das Feuer schnell zu löschen. So dauerte es mehrere Minuten, bis der Wagen umgedreht werden konnte und die Löschfahrzeuge an der Unfallstelle eintrafen. De Angelis soll nicht schwer verletzt gewesen sein, lediglich ein Schlüsselbeinbruch wurde festgestellt. Da bei den Testfahrten kein Rettungshubschrauber an der Strecke zur Verfügung stand, verging viel Zeit, bis de Angelis ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Er starb dort an Erstickung.
1964: Giacomo Russo | 1965: Andrea de Adamich | 1966: Ernesto Brambilla | 1968: Franco Bernabei | 1969: Gianluigi Picchi | 1970: Giovanni Salvati | 1971: Giancarlo Naddeo | 1972: Vittorio Brambilla | 1973: Carlo Giorgio | 1974: Alberto Colombo | 1975: Luciano Pavesi | 1976: Riccardo Patrese | 1977: Elio de Angelis | 1978: Siegfried Stohr | 1979: Piercarlo Ghinzani | 1980: Guido Pardini | 1981: Eddy Bianchi | 1982: Enzo Coloni | 1983: Ivan Capelli | 1984: Alessandro Santin | 1985: Franco Forini | 1986: Nicola Larini | 1987: Enrico Bertaggia | 1988: Emanuele Naspetti | 1989: Gianni Morbidelli | 1990: Roberto Colciago | 1991: Giambattista Busi | 1992: Max Angelelli | 1993: Christian Pescatori | 1994: Giancarlo Fisichella | 1995: Luca Rangoni | 1996: Andrea Boldrini | 1997: Oliver Martini | 1998: Donny Crevels | 1999: Peter Sundberg | 2000: Davide Uboldi | 2001: Lorenzo Del Gallo | 2002: Miloš Pavlović | 2003: Fausto Ippoliti | 2004: Matteo Cressoni | 2005: Luigi Ferrara | 2006: Mauro Massironi | 2007: Paolo Maria Nocera | 2008: Mirko Bortolotti | 2009: Daniel Zampieri | 2010: César Ramos | 2011: Sergio Campana | 2012: Riccardo Agostini

Siegel Malis

Das Siegel Malis wurde am 20. Oktober 1973 gesetzlich festgeschrieben, war aber bereits seit 1961 in Gebrauch. 1982 wurde die Farbe geändert.
Das Motto des Landes – Un peuple, un but, une foi (frz.: „Ein Volk, ein Ziel, ein Glaube“) – ist im Artikel 25 der Verfassung vorgeschrieben und findet sich in schwarzen Kapitalien im Halbkreis geschrieben in der unteren Hälfte entlang des Randes des Wappens. Den Kreis schließen die Worte Republique du Mali („Republik Mali“) in der oberen Hälfte.
Das Staatssiegel Malis ist kreisrund mit hellblauem Hintergrund. Im Mittelpunkt des Wappens findet sich eine Abbildung der Großen Moschee von Djenné in goldener Farbe über welcher – ebenfalls in goldener Farbe – ein Geier (auch als Taube beschrieben) nach links blickend schwebt. Unterhalb der Moschee wird die aufgehende Sonne – ebenso in Gold – angedeutet. Links und rechts davon finden sich je ein weißer Bogen mit Pfeil.
54 afrikanische Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen: Ägypten | Algerien | Angola | Äquatorialguinea | Äthiopien | Benin | Botswana | Burkina Faso | Burundi | Dschibuti | Elfenbeinküste | Eritrea | Gabun | Gambia | Ghana | Guinea | Guinea-Bissau | Kamerun | Kap Verde | Kenia | Komoren | Demokratische Republik Kongo | Republik Kongo | Lesotho | Liberia | Libyen | Madagaskar | Malawi | Mali | Marokko | Mauretanien | Mauritius | Mosambik | Namibia | Niger | Nigeria | Ruanda | Sambia | São Tomé und Príncipe | Senegal | Seychellen | Sierra Leone | Simbabwe | Somalia | Südafrika | Sudan | Südsudan | Swasiland | Tansania | Togo | Tschad | Tunesien | Uganda | Zentralafrikanische Republik
Andere Gebiete: Ceuta und Melilla | Kanarische Inseln | Madeira | Mayotte | Réunion | St. Helena | Tristan da Cunha
Umstrittene Gebiete: Puntland | Somaliland | Westsahara
Wappen der Staaten von: Asien | Europa | Nordamerika | Südamerika | Ozeanien
Übersicht aller Nationalwappen

Kanton Digoin

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Der Kanton Digoin ist eine französische Verwaltungseinheit im Arrondissement Charolles, im Département Saône-et-Loire und in der Region Bourgogne. Sein Hauptort ist Digoin. Vertreter im Generalrat des Départements ist seit 2011 Philomène Baccot (PS).
Der Kanton ist 117,39 km² groß und hat 11.520 Einwohner (1999), was einer Bevölkerungsdichte von 98 Einwohnern pro km² entspricht. Er liegt im Mittel 264 Meter über Normalnull, zwischen 216 Metern in Saint-Agnan und 347 Metern in Les Guerreaux.
Der Kanton besteht aus fünf Gemeinden:
Autun-1 • Autun-2 • Blanzy • Chagny • Chalon-sur-Saône-1 • Chalon-sur-Saône-2 • Chalon-sur-Saône-3 • Charolles • Chauffailles • Cluny • Cuiseaux • Digoin • Gergy • Givry • Gueugnon • Hurigny • La Chapelle-de-Guinchay • Le Creusot-1 • Le Creusot-2 • Louhans • Mâcon-1 • Mâcon-2 • Montceau-les-Mines • Ouroux-sur-Saône • Paray-le-Monial • Pierre-de-Bresse • Saint-Rémy • Saint-Vallier • Tournus
Autun-Nord | Autun-Sud | Beaurepaire-en-Bresse | Bourbon-Lancy | Buxy | Chagny | Chalon-sur-Saône-Centre | Chalon-sur-Saône-Nord | Chalon-sur-Saône-Ouest | Chalon-sur-Saône-Sud | Charolles | Chauffailles | Cluny | Couches | Cuiseaux | Cuisery | Digoin | Épinac | Givry | Gueugnon | Issy-l’Évêque | La Chapelle-de-Guinchay | La Clayette | La Guiche | Le Creusot-Est | Le Creusot-Ouest | Louhans | Lucenay-l’Évêque | Lugny | Mâcon-Centre | Mâcon-Nord | Mâcon-Sud | Marcigny | Matour | Mesvres | Montceau-les-Mines-Nord | Montceau-les-Mines-Sud | Montcenis | Montchanin | Montpont-en-Bresse | Montret | Mont-Saint-Vincent | Palinges | Paray-le-Monial | Pierre-de-Bresse | Saint-Bonnet-de-Joux | Saint-Gengoux-le-National | Saint-Germain-du-Bois | Saint-Germain-du-Plain | Saint-Léger-sous-Beuvray | Saint-Martin-en-Bresse | Semur-en-Brionnais | Sennecey-le-Grand | Toulon-sur-Arroux | Tournus | Tramayes | Verdun-sur-le-Doubs

Friedrich Mettegang

Friedrich Mettegang (* 27. Juni 1854 in Frankfurt am Main; † 28. September 1913 in Mainz; vollständiger Name: Hyppolyt Karl Dietrich Friedrich Mettegang) war ein deutscher Architekt und Eisenbahn-Baubeamter.

Friedrich Mettegang wurde als Sohn des aus Soest gebürtigen Frankfurter Kaufmannes Wilhelm Mettegang (1862 Prokurist in der Fabrik chemischer Produkte „C. Zimmer“) und seiner Frau Adolphine Mettegang, geborene von Nostitz-Jakowsky, geboren. Nach dem Besuch des Städtischen Gymnasiums seiner Geburtsstadt, das er zu Ostern 1874 mit Ablegung der Reife verließ, besuchte er zunächst die Polytechnische Schule in Darmstadt, bevor er die Studienjahre 1877/78 bis 1879/80 an der Polytechnischen Schule in Hannover verbrachte. Nach einer Zeit der praktischen Ausbildung legte Mettegang dann im Juni 1882 vor der technischen Prüfungs-Kommission in Hannover die Bauführer-Prüfung im Hochbaufach ab. Noch im selben Monat erfolgte seine Ernennung zum Regierungs-Bauführer. Es folgten weitere Jahre der praktischen Mitarbeit als Königlicher Bauführer, bevor er nach Ablegung des Zweiten Staatsexamens im Mai 1889 zum Königlichen Regierungsbaumeister (Assessor) ernannt wurde.
Spätestens seit 1898 hielt sich Mettegang dann in Köln auf, wo er zunächst als außeretatmässiger Hilfsarbeiter in der Hochbauabteilung der Königlichen Eisenbahndirektion Beschäftigung fand. Unter Umgehung des Engpasses an freien Planstellen in Köln wurde Mettegang dann im Oktober 1900 formell im Dienstbereich der Königlichen Regierung Königsberg (Preußen) als Kreisbauinspektor in Wehlau angestellt. Dort wurde er durch den Regierungsbaumeister Schroeder vertreten, während er selbst auftragsweise weiterhin bei Eisenbahn-Hochbauten in Köln eingesetzt wurde. Erst im April 1901 konnte Mettegang als Landbauinspektor eine etatmässige Hilfsarbeiterstelle bei der Eisenbahndirektion Köln einnehmen. Bis zu seiner Versetzung zur Königlich preußischen und Großherzoglich hessischen Eisenbahndirektion nach Mainz im März 1908, war Mettegang insbesondere im Bereich des im Ausbau befindlichen Kölner Eisenbahnrings mit der Planung und Ausführung größerer Bahnhofsanlagen befasst. Hierbau erwarb sich Mettegang insbesondere dadurch Verdienste, das er auch bei einfachen Zweckbauten, wie Stellwerken, auf eine „künstlerisch gemackvolle Ausstattung“ Wert legte. Von Mainz aus betreute er dann den Ausbau des Eisenbahnnetzes in der Großherzoglich hessischen Landeshauptstadt Darmstadt. Im Mai 1911 erlangte er als Direktionsmitglied die Beförderung zum Regierungs- und Baurat bei der Eisenbahndirektion in Mainz, an der er als Dezernent für Hochbauangelegenheiten wirkte.
Die letzte große Entwurfsarbeit von Friedrich Mettegang war die Ausarbeitung der Planungen zu dem Bahnhof in Oldenburg, vor dessen Vollendung er unverheiratet in Mainz starb.
An den Monatskonkurrenzen des Architekten Vereins zu Berlin beteiligte sich Friedrich Mettegang dreimal. Allerdings nicht mit Skizzen zu beispielsweise Hochbauten. Im Februar 1886 nahm er mit einem Entwurf für eine „Privatbühne“ teil, im November 1886 mit Weinflaschenetiketten für das Weingut Franz Wilhelm Langguth in Trarbach: „Zeltinger Burg Auslese“ und schließlich im Oktober 1889 mit dem Entwurf einer „Tanzkarte für einen Gesellschaftsabend des Architekten-Vereins zu Berlin“.
Auferstehungskirche in Katowice
Düsseldorfer Gewerbeausstellung 1902: Ausstellungsgebäude der Staatsbahn
Düsseldorfer Gewerbeausstellung 1902: Empfangsgebäude der Staatsbahn
Vorplatz und Empfangsgebäude des Aachener Hauptbahnhofs
Bahnhof Bad Godesberg
Bahnhof Köln-Mülheim
Bahnhof Köln-Mülheim, Schnitt durch die Eingangshalle
Bahnhof Kalk-Süd um 1910
Hauptbahnhof Darmstadt 1915
Bahnhof Darmstadt Nord
Darmstadt, Wasserturm von Westen
Hauptbahnhof Oldenburg
Hauptbahnhof Oldenburg: Speisesaal I. und II. Klasse
Hauptbahnhof Oldenburg: Blick in die Schalterhalle

12. Sinfonie (Mjaskowski)

Die Sinfonie in g-Moll op. 35 ist die zwölfte Sinfonie des Komponisten Nikolai Jakowlewitsch Mjaskowski.

Mit Beginn der Kollektivierung der Landwirtschaft in der Sowjetunion fasste Mjaskowski den Gedanken, dem ländlichen Leben und dessen Wandel eine Sinfonie zu widmen. Bevor er diese Idee umsetzte, komponierte er noch die elfte Sinfonie. Die zwölfte Sinfonie schrieb er anlässlich des 15. Jahrestages der Oktoberrevolution und stand somit auch unter einem gewissen Zeitdruck. Das Werk entstand im Winter 1931/32 und war am 1. Januar vollendet. Am 23. April erging der Beschluss der KPdSU Über die Umstrukturierung literarisch-künstlerischer Organisationen, der viele Künstler zwang, ihr Schaffen umzustrukturieren. Auch Mjaskowski bemühte sich in dieser Zeit um eine neue Tonsprache, die elfte und besonders die zwölfte Sinfonie, die beide noch vor dem Beschluss entstanden, weisen schon deutliche Änderungen auf. S. Gulinskaja spricht hier von einer „Aufhellung“ und „Demokratisierung“.
Der Kopfsatz in g-Moll hat die Form ABCDCBA. Das Thema des A-Teils wird zunächst von der Klarinette in einem gemäßigten Tempo vorgetragen und im B-Teil variiert. Dem C-Teil liegt eine langsamere Melodie der tiefen Streicher und Bläser zugrunde, die zunächst unisono erscheint und später kontrapunktisch verarbeitet wird. Der Mittelteil steht erstmals in Dur und das Tempo ist schneller. Das Thema ist tänzerisch und wird durch verschiedene Tonarten geführt. Der zweite Satz ist ein Scherzo in c-Moll, das mit Bläser-Fanfaren in D beginnt. Nach einer Fuge folgt ein Thema, das stark an das zweite Thema des zweiten Satzes der neunten Sinfonie erinnert. Der Satz endet wieder mit den Fanfaren, diesmal in C-Dur. Der letzte Satz in G-Dur bringt noch einmal mehrere Themen der vorangegangenen Sätze.
Die zwölfte Sinfonie ist das vielleicht kontroverseste Werk Mjaskowskis. Es wurde sowohl inhaltlich als auch musikalisch viel diskutiert und kritisiert. Mjaskowski war selbst mit dem Werk stellenweise unzufrieden, was vor allem daran lag, dass der Komponist bei der Arbeit unter Zeitdruck stand und gesundheitlich angeschlagen war. An Prokofjew schrieb er über den letzten Satz: „Trotz starker Anspannung meines guten Willens ist in diesem Finale […] außer Banalitäten nichts zustande gekommen“.
Das Werk wurde am 1. Juni 1932 uraufgeführt. Mit der Interpretation des Dirigenten Albert Coates war Mjaskowski nicht zufrieden, Coates nahm nach seiner Aussage die schnellen Tempi „mit Gelassenheit“ und die langsamen „fieberhaft aufbegehrend“. Coates war trotz Bemühens des Komponisten nicht bereit, die Sinfonie der Version anzupassen, die ihm vorher auf dem Klavier vorgespielt worden war. Mjaskowski war folglich auch nicht traurig darüber, dass er die Uraufführung krankheitsbedingt versäumte. Bei den Proben hatte er genügend Eindrücke gewonnen, um die Fehler zu korrigieren und die Partitur für den Druck vorzubereiten. Die Noten erschienen pünktlich zum Jubiläumsdatum der Revolution.
Problematisch ist Mjaskowskis Umgang mit so einem heiklen Thema wie der Kollektivierung. Der Pianist und Mjaskowski-Interpret Murray McLachlan schrieb beispielsweise über das Werk: „[…] and certainly it is hard to listen seriously to a work with the title ‘Collective Farm Symphony’ […]“ („[…] und sicherlich ist es schwer sich ein Werk mit dem Titel „Kollektivierungs-Sinfonie“ ernsthaft anzuhören […]“). Mjaskowskis persönliche Haltung dazu ist schon wie bei der Behandlung der Oktoberrevolution in der sechsten Sinfonie nur schwer zu erkennen. Die Autorin Maya Pritsker bezweifelt außerdem, dass Mjaskowski beispielsweise über die durch die Kollektivierung in der Ukraine ausgelöste Hungersnot informiert war, da die Presse natürlich nicht objektiv darüber berichtete. Das sowjetische Regime sah in dem Werk dennoch auch Kritik, zumindest ist es wahrscheinlich, dass der 1948 ausgesprochene Formalismusvorwurf seine Gründe unter anderem in dieser Sinfonie hat.
Musikalisch wird das Werk zu den eher schwächeren Kompositionen Mjaskowskis gezählt. Die Gründe dafür liegen möglicherweise in dem Zeitdruck, dem Mjaskowski ausgesetzt war, und in seiner angeschlagenen Gesundheit. Ob die Problematik der Vorlage ebenfalls dazu beitrug, kann nicht beantwortet werden. Der Mjaskowski-Forscher Eric Schissel kritisiert an dem Werk vor allem, dass es starke Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen zur neunten Sinfonie zeigt und gleichzeitig deren Qualität nicht erreicht.
Nr. 1 c-Moll op. 3 | Nr. 2 cis-Moll op. 11 | Nr. 3 a-Moll op. 15 | Nr. 4 e-Moll op. 17 | Nr. 5 D-Dur op. 18 | Nr. 6 es-Moll op. 23 | Nr. 7 h-Moll op. 24 | Nr. 8 A-Dur op. 26 | Nr. 9 e-Moll op. 28 | Nr. 10 f-Moll op. 30 | Nr. 11 b-Moll op. 34 | Nr. 12 g-Moll op. 35 | Nr. 13 b-Moll op. 36 | Nr. 14 C-Dur op. 37 | Nr. 15 d-Moll op. 38 | Nr. 16 F-Dur op. 39 | Nr. 17 gis-Moll op. 41 | Nr. 18 C-Dur op. 42 | Nr. 19 Es-Dur op. 46 | Nr. 20 E-Dur op. 50 | Nr. 21 fis-Moll op. 51 | Nr. 22 h-Moll op. 54 | Nr. 23 a-Moll op. 56 | Nr. 24 f-Moll op. 63 | Nr. 25 Des-Dur op. 69 | Nr. 26 C-Dur op. 79 | Nr. 27 c-Moll op. 85
Liste der Werke von Nikolai Jakowlewitsch Mjaskowski

Hirnkirchen

Hirnkirchen ist ein Kirchdorf im nördlichen Landkreis Freising. Der Ort liegt in der südlichen Hallertau im Tal der Abens, etwa 20 Kilometer nördlich der Kreisstadt Freising. Seit 1978 ist Hirnkirchen Ortsteil des Marktes Au i.d.Hallertau.
Das Dorf wird erstmals im Jahr 994 als Heripirgachiricha urkundlich erwähnt. Seit 1260 war Hirnkirchen Sitz einer geschlossenen Hofmark im Besitz der Auer. Im Jahr 1565 erwirbt die Herrschaft Au die Hofmark und die zugehörigen Güter vom damaligen Besitzer Sebastian von Kreitt zu Straß und Velden.
Im Zuge der Gemeindebildung nach dem Zweiten Gemeindeedikt entstand aus dem Patrimonialgericht Hirnkirchen 1818 eine selbständige Landgemeinde. Zur Gemeinde gehörten neben dem Kirchdorf auch die Ortsteile Kranzberg und Grubanger. Erst im 19. Jahrhundert entstand im Gemeindegebiet die Einöde Neuhub.
Mit der Gemeindegebietsreform verlor Hirnkirchen am 1. Januar 1971 den Status einer selbständigen Gemeinde und wurde in die neue Gemeinde Abens eingegliedert. Nach Auflösung dieser Gemeinde Hirnkirchen am 1. Mai 1978 ein Ortsteil von Au in der Hallertau.
Das Ortsbild wird geprägt von der katholischen Filialkirche St. Peter und Paul.
48.53694444444411.692222222222Koordinaten: 48° 32′ N, 11° 42′ O

Sturmleiter

Unter einer Sturmleiter (lat.: scalae (impetus faciendi causa paratae); franz.: échelle pour monter a l’assaut) versteht man eine ein- oder zweiholmige Leiter
Eine Sturmleiter hat eine begrenzte Länge (heute in der Regel eine Geschosshöhe), ist am oberen Ende mit Haken versehen und kann mehrere Personen aufnehmen.
Die Sturmleiter für militärische Zwecke konnten in kleine Einheiten zerlegt werden. Die stabilen Holzausführungen von Sturmleitern wurden miteinander verbunden, um die entsprechende Länge (z. B. für die Stadtmauer) zu erreichen und hatten oben große Haken (Sturmhaken), um die Sturmleiter fest zu verankern.
Die flexible Sturmleiter war eine Strickleiter mit Querhölzern (Sprossen).
Eskaladieren (Eskalade, frz.: escalader, escalade – klettern), bedeutet mittels Sturmleitern ersteigen .
Die Sturmleiter war ein wichtiges mittelalterliches Kriegsgerät. Es war leicht und gut zu handhaben. Die Sturmkolonnen hatte die Aufgabe, den Wall der Burg oder Festung oder die Stadtmauer auf Sturmleitern zu ersteigen, zu versuchen, sich dort festzusetzen und das Tor von innen zu öffnen, um den Nachfolgenden den Weg frei zu machen.