Niccel Steinberger

Niccel Steinberger (* 13. April 1965 als Nicole Kristuf in Wermelskirchen, Deutschland) ist eine deutsch-schweizerische Autorin und Gelotologin.

Niccel Steinberger studierte interkulturelle Germanistik, Ethnologie und Volkskunde an der Universität Bayreuth und schrieb 1993 ihre Magisterarbeit mit dem Titel Das Lachen und Weinen des Clowns. Studien zum interkulturellen Erkenntnispotential einer komischen Figur am Beispiel von Heinrich Bölls ‚Ansichten eines Clowns‘.
Seit ihrem Studium arbeitet sie als Lachtrainerin und gibt Seminare zum Thema Lachen.
Niccel Steinberger ist seit 1999 mit dem Schweizer Kabarettisten Emil Steinberger verheiratet und lebte mit ihm 15 Jahre lang im Dorf Territet bei Montreux, ehe sich die beiden im Jahr 2014 in Basel im Kanton Basel-Stadt niederließen. Sie gründete mit ihrem Mann den Verlag Edition E, wo auch ihre Werke erscheinen. Emil und Niccel Steinberger zeichnen seit dem Jahr 2000 jede Woche ein gemeinsames „Wochenblatt“. Diese werden regelmäßig ausgestellt. Seit 2013 arbeitet die Edition E in Kooperation mit dem Knapp Verlag in Olten.

Michael Morgan

Michael Morgan (bürgerlicher Name: Michael Lamboley) (* 10. März 1968 in Merzig) ist ein deutscher Schlagersänger.
Michael Morgan wuchs in Merzig auf und machte nach der Schule eine Bäckerlehre. 1986 konnte er seine erste Single Nimm mein Herz aufnehmen, mit der er bereits einen Achtungserfolg landete. Seinen ersten größeren Erfolg hatte er 1991, als er den Schlager Zuerst kam die Sonne neu veröffentlichte. Dieses Lied war bereits 1971 ein Hit seines Namenskollegens Manfred Morgan. 1993 schaffte Michael dann den Durchbruch mit seinem Titel Komm steh wieder auf. Damit erreichte er Platz 1 der ZDF-Hitparade. Es folgten weitere Auftritte bei mehreren Fernsehshows. Zwei Jahre später hatte er einen weiteren Erfolg mit Komm zurück zu mir, der deutschen Version des Take That-Klassikers Back for Good.
1998 nahm Michael Morgan bei den Deutschen Schlager-Festspielen teil, erreichte mit dem Titel Zugegeben jedoch nur den 11. Platz.
Michael machte mehrere Tourneen. Dabei lernte er 1996 seine Sangeskollegin Rosanna Rocci näher kennen und lieben. Die Folge war die Heirat der beiden am 17. Juli 1997 (die kirchliche Heirat war dann 1998 im Dom zu Speyer). 2012 folgte die Trennung. Das Paar hat einen Sohn. Aus einer früheren Beziehung hat der Sänger eine Tochter. Neben Soloauftritten und Soloaufnahmen tritt Michael Morgan seit 1999 auch mit seiner Ehefrau Rosanna als Duo auf, das auf zahlreichen Fernseh- und Rundfunkveranstaltungen zu hören und zu sehen war.
Seit 2008 ist Michael Morgan bei GLORIELLA MUSIC, dem neuen Label von Jack White unter Vertrag und erreichte den 1. Platz bei der MDR Hitsommernacht 2008 mit dem Titel „Die Frau in meinen Träumen“.

Straßburger Manuskript

Das Strassburger Manuskript (Strassburger Malerbuch) ist das älteste bekannte Handbuch für Maltechnik in deutscher Sprache. Die Handschrift wurde im 15. Jahrhundert geschrieben, vermutlich im Elsass.
Das Originalmanuskript wurde 1870 bei einem Brand der Strassburger Bibliothek vernichtet, aber eine ältere Abschrift befindet sich heute noch in der National Gallery in London.
Der Text gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil handelt u.a. von der Herstellung von Farbstoffen und nennt als Urheber ‚meister Heinrich von lübegge‘ (= Lübbecke? Lübeck?). Der zweite hat als Verfasserangabe ‚Meister Andres von Colmar‘ und handelt von der Herstellung von Gummilösungen, Tinten und Wasserfarben. Der dritte Teil ist anonym und enthält eine Vielzahl von Rezepten, die u.a. die Herstellung von Ölfarben beschreiben. Die Gebrüder Jan und Hubert van Eyck waren also nicht, wie Vasari berichtete, die Erfinder der Ölmalerei, sondern machten diese populär. Ölfarbsysteme waren schon im 15. Jahrhundert bekannt.
In den 1840er Jahren bekam der englische Kunstgelehrte Sir Charles Lock Eastlake (1793-1865) von seinem Freund Wilhelm Heinrich Ludwig Gruner (1801-1882) eine Abschrift des Strassburger Manuskriptes A.VI.19. Eastlake benutzte sie als Quelle für seine Materials for a History of Oil Painting (London: Longmans 1847). Diese Abschrift, die seit dem Verlust des Originals (1870) als bester Textzeuge gilt, kam aus Eastlakes Besitz in die National Gallery in London und wird dort unter der Signatur 75.023 STR verwahrt. Sie diente als Vorlage für eine zweite Abschrift, die Sir Edward John Poynter (1836-1919) als Direktor der National Gallery nach 1893 anfertigen liess und dem Münchener Maler und Kunsthistoriker Ernst Berger (1857-1919) zur Verfügung stellte. Berger benutzte diese zweite Abschrift als Grundlage für seine Edition des Strassburger Malerbuchs (1897). Zwischen der Eastlake-Handschrift und Bergers Ausgabe sind viele erhebliche Unterschiede festzustellen, die entweder auf Poynters Kopisten oder auf Bergers Redaktion zurückgehen. Es gibt keine neuere textkritische Ausgabe. Zu überprüfen wäre auch Bergers frühe Datierung (‘Übergang des XIV. zum XV. Jh. als Entstehungszeit’) (S. 144).

Per-René Seeger

Per-René Seeger (* 29. November 1955 in Bad Bibra) ist ein ehemaliger Abgeordneter der Volkskammer der DDR und des Deutschen Bundestags (DBD und SPD).
Seeger besuchte bis 1972 die Polytechnische Oberschule in Saubach. Anschließend absolvierte er eine Lehre als Facharbeiter für automatisierte Produktionssysteme. 1980 wurde er Meister für Bindemittelproduktion und 1986 Meister der Pflanzenproduktion. 1990 genoss er eine Ausbildung zum Wirtschaftskaufmann.
Von 1972 bis 1981 war er im VEB Zementwerk Karsdorf tätig und von 1982 bis 1988 im VEG Memleben. Von 1988 bis 1989 war er Mitarbeiter Wissenschaft und Technik im VEB Landtechnische Instandsetzung Laucha und von 1989 bis 1990 Fachdirektor für Rationalisierung und Betriebsorganisation in der HO Querfurt.
Per-René Seeger war seit 1982 Mitglied der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD). 1988 wurde er Präses der Kreissynode im Kirchenkreis Freyburg (Unstrut). Im März 1990 wurde er im Wahlkreis Halle für die DBD in die Volkskammer gewählt. Dort war er bis August 1990 Parlamentarischer Geschäftsführer der DBD/DFD-Fraktion. Im Zuge der Auflösung der DBD im August 1990 schloss sich Per-René Seeger am 1. September 1990 der SPD-Fraktion an. Im Oktober 1990 gehörte er zu den 144 Abgeordneten, die von der Volkskammer in den Bundestag entsandt wurden. Er gehörte dem Bundestag bis zum Dezember 1990 als SPD-Abgeordneter an.

Wilhelm Bidembach von Treuenfels

Franz Wilhelm Bidembach von Treuenfels (* 1587 oder 1589; † 1655 in Wien; auch Wilhelm Bidenbach von Treuenfels) war ein deutscher Jurist.

Wilhelm Bidembach wurde entweder 1587 oder 1589 geboren, sein Vater war Felix Bidembach der Ältere; somit gehörte Bidembach zur Familie Bidembach. Ab 1602 studierte er an der Universität Tübingen und wurde 1618 zum Doktor beider Rechte promoviert. Anschließend war er hohenlohischer Kanzler in Neuenstein und wurde darauf zum dänischen und württembergischen Resident am kaiserlichen Hof Wien ernannt. Seit dem 7. August 1628 war er der Rechtswissenschaften Professor an der Tübinger Universität, 1630 jedoch verbrachte er in Hohenurach in Haft, weil er geheime Informationen übermittelt hatte. Nach vier Monaten bereits entließ man ihn wieder und obwohl man ihm erneut die Professur anbot, nahm er sie nicht noch einmal ein. Am 4. Dezember 1648 ernannte man ihn zum Reichshofrat. Ferdinand III. berief Bidembach in den Niederadel, seit dem 6. Juni 1654 trugen sowohl Wilhelm Bidembach als auch seine Nachfahren den Beinamen von Treuenfels.
1644 kaufte er ein Gut in Ehningen, das ihm 1652 von Herzog Eberhard III. von Württemberg geschenkt wurde, 1646 erhielt er ein Schloss in Oßweil. 1655 verstarb er in Wien, sein Leichnam wurde einbalsamiert, in sein Heimatland gebracht und in der Kirche in Oßweil bestattet. Er war mit Anna Regina Besserer von Schnürpflingen verheiratet gewesen und hatte mit ihr sieben Kinder, unter ihnen Georg Wilhelm Bidembach von Treuenfels.

Aula (Fluss)

BW
Die Aula ist ein 22,6 km langer Zufluss der Fulda im Schwalm-Eder-Kreis und Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Hessen (Deutschland).

Der kleine Fluss entsteht etwa 2 km nordwestlich von Oberaula im Knüllgebirge durch den Zusammenfluss des Sälzerbaches (Quelle Sälzerborn) mit dem Hollenbach auf 372 m ü. NN. Der Hollenbach entspringt am Berg Hohenbaum (563 m ü. NN) auf 483 m ü. NN und legt bis zur Vereinigung mit dem Sälzerbach 1,6 km zurück. Letztere ist 1,3 km lang und entspringt am Lottersberg (463 m ü. NN) auf 442 m ü. NN.
Die Aula fließt zuerst in östliche Richtung um schon nach einer kurzen Wegstrecke sich nach Südosten zu wenden. Sie durchfließt Oberaula, wo ihr links der Osterbach zufließt. Nach Oberaula wendet sich die Aula in einer scharfen Biegung gen Osten. In der Biegung mündet rechts der Häuserbach.
Auf ihren Weg nach Osten durchfließt die Aula Wahlshausen, nimmt linksseitig den Berschbach auf und fließt südlich an Gersdorf, Frielingen und Heddersdorf vorbei. Hier nimmt sie den von Norden zufließenden Kisselbach auf und wendet ihren Lauf wieder nach Süden. Sie durchfließt Kirchheim und nimmt kurz nach der Stadt die rechts zufließende Ibra auf.
Im weiteren Verlauf unterquert sie die A7 und erreicht die Gemeinde Niederaula. Dort fließt die östlich am Ortsteil Kleba vorbei und nimmt kurz vor dem Kernort Niederaula den rechts zufließenden, aus Westen kommenden, Hattenbach auf. Nach Kleba überspannt die Aula-Talbrücke der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg die Aula.
Danach fließt sie westlich an Niederaula vorbei, um bei 206 m ü. NN in die Fulda zu münden. Auf ihrem 20 km langen Weg hat die Aula einen Höhenunterschied von 166 m überwunden.
Im Folgenden werden die Nebenflüsse der Aula von ihrer Entstehung (372 m ü. NN) bis zur Mündung (216 m ü. NN) in die Fulda aufgeführt. (Zur besseren Übersicht bzw. zur Sortierung flussabwärts sind in die DGKZ-Ziffern nach der 4256 – Aula – Bindestriche eingefügt!):
Der Mittellauf der Aula bildet naturräumlich in etwa die Grenze zwischen dem Knüll (Haupteinheit 356) im Norden und dem sich südlich anschließenden Fulda-Haune-Tafelland (355). Innerhalb der letztgenannten Haupteinheit trennt wiederum der Unterlauf ab etwa Heddersdorf das Ottrauer Bergland (355.0; rechts, also erst südlich, dann westlich) vom Kirchheimer Bergland (355.4, links).
Die Nebenflüsse der Aula entspringen z.T. an den Hängen der prominentesten Berge des Knüll und seiner Südausläufer:

Christian Köpke

Christian Köpke (* 14. Juni 1984 in München) ist ein deutscher Schachspieler, der den FIDE-Titel Internationaler Meister trägt.

Nach dem Abitur am Gymnasium München-Moosach 2003 leistete Köpke Zivildienst. 2004 begann er das Studium der Medieninformatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, welches er 2011 abschloss. Heute ist er als Softwareentwickler tätig und lebt mit seiner Ehefrau Elena Lewuschkina in München.
Im Alter von sechs Jahren erlernte Köpke das Schachspiel von seinem Vater. Nach ersten Stationen beim SK Obermenzing und dem Münchener SC 1836 schloss er sich 1997 dem SC Pasing an. Dort feierte er erste größere Erfolge auf Jugendebene, unter anderem als Bayerischer Einzelmeister in der Altersgruppe U 16 im Jahr 2000.
Von 2002 bis 2012 war er für den SK Tarrasch München aktiv, wo er 2004 mit der U 20-Mannschaft Bayerischer Meister sowie Deutscher Vizemeister wurde. Als Mitglied der ersten Mannschaft wurde er 2008 Bayerischer Meister und spielte anschließend bis 2012 in der 2. Schachbundesliga. Bei den deutschen Einzelmeisterschaften 2006 in Osterburg (Altmark) erzielte Köpke seine erste IM-Norm. Zugleich verbesserte er bei diesem Turnier seine Elo-Zahl auf über 2300 Punkte, womit er die Berechtigung zum Tragen des Titels FIDE-Meister erlangte. Die zweite und dritte IM-Norm gelangen ihm im Jahr 2008 bei der europäischen Einzelmeisterschaft in Plowdiw und beim Czech-Open in Pardubice. Im März 2009 wurde er zum Internationalen Meister ernannt unter der Bedingung, dass er eine Elo-Zahl von mindestens 2400 erreicht. Dies gelang ihm im Juli 2011, so dass er seitdem den Titel eines Internationalen Meisters trägt. Seit Juli 2012 spielt Köpke für den SC Garching, derzeit (Saison 2014/15) in der Oberliga Bayern. Außerdem ist er seit 2010 in Österreich für den SK Kufstein aktiv, zwischenzeitlich in der 1., aktuell (Saison 2014/15) in der 2. Bundesliga. 2011 wurde er mit der Mannschaft des SK Kufstein am ersten Brett Sieger in der 2.Bundesliga West.
Köpke war außerdem als Trainer im Nachwuchsbereich tätig.

Gerhard Börner

Gerhard Börner (* 1941 in Plauen) ist ein deutscher Astrophysiker.
Börner studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde dort bei Hans-Peter Dürr und Werner Heisenberg promoviert mit einer Arbeit über der von Heisenberg unter Mitarbeit von Dürr entwickelten einheitliche Feldtheorie in der Kosmologie. Danach war er für die Zeit von drei Jahren Postdoc in Japan und den USA. In dieser Zeit wandte er sein Forschungs-Interesse der Astrophysik zu und arbeitete unter anderem über die Struktur von Neutronensternen, die Physik von Pulsaren und über Röntgenstrahlungsquellen.
Nach seiner Rückkehr nach München 1973 wurde er Mitarbeiter des Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA). Seit 1983 ist er Professor für Physik an der Universität München. 1984 war er Gastprofessor an der Universität Zürich. Ab 1986 liegt ein Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit in der Kosmologie, die er als ein neues Forschungsgebiet am MPA einführte.
Börner ist Autor einer Reihe populärwissenschaftlicher Bücher über Kosmologie und Astrophysik und eines Fachbuchs über Kosmologie.

Gelbhorn-Eulenspinner

Gelbhorn-Eulenspinner (Achlya flavicornis)
Der Gelbhorn-Eulenspinner bzw. Frühester Eulenspinner (Achlya flavicornis) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Sichelflügler (Drepanidae).

Der Gelbhorn-Eulenspinner besitzt silbriggraue Vorderflügel deren Vorderrand etwas heller gefärbt ist und auf denen schwarze, gewellte Querlinien verlaufen. Die Ringmakeln sind gräulich weiß und schwarz umrandet. Der Vorderflügelaußenrand ist abwechselnd hell und dunkelgrau gefärbt, die Flügelfärbung der Tiere ist aber sehr variabel. Die hinteren Flügel sind am Ansatz aufgehellt, sonst einfärbig grau. Die Fühler sind rotbraun gefärbt.
Die Raupen erreichen eine Länge von bis zu 33 Millimetern und kommen entweder in einer rotbraunen oder schwärzlichgrauen Variante vor. Die Zeichnung, die aus einer Reihe schwarzer und weißer Flecke besteht, tritt vor allem bei der schwärzlichgrauen Variante deutlich in Erscheinung. Das Nackenschild ist schwärzlich und wird durch eine weiße Linie halbiert. Der Kopf ist bei allen Varianten hellbraun und gelegentlich vorn schwarz verdunkelt.
Die Tiere kommen in Mittel- und Nordeuropa, östlich bis nach Japan vor. Anzutreffen sind sie insbesondere in Birken- bzw. Laubmischwäldern, aber auch in verheideten Mooren. Die Art wird von der Ebene bis in Höhen von 800 Metern – gelegentlich auch über 1.000 Meter – gefunden.
Die Eier werden bevorzugt einzeln oder in kleinen Gruppen in die Verzweigungen junger Triebe oder Knospenansätze gelegt. Sie sind in Abhängigkeit vom Entwicklungszustand grau, orangefarben oder himbeer- bis rubinrot gefärbt. Die Raupen leben vorzugsweise auf jungen, buschigen Birken und werden nur selten auf tieferen Ästen älterer Bäume gefunden. Tagsüber verbergen sie sich in zusammengerollten Blättern. Die Art verpuppt sich im Juli am oder im Boden in einem schütteren Kokon zwischen Blättern oder Moos und überwintert. Die Falter schlüpfen im darauffolgenden Frühjahr. Die Puppen können aber auch ein weiteres Jahr überliegen.
Wie der Trivialnamen „Frühester Eulenspinner“ bereits andeutet, handelt es sich bei dieser Art um eine der frühesten im Jahr. So fliegen sie in einer Generation von Mitte März bis Ende April. Die Raupen findet man von Mai bis Anfang Juli. Die Art fliegt kurz nach Sonnenuntergang und wird häufig an künstlichen Lichtquellen beobachtet. Die männlichen Falter sind auch an sonnigen Tagen aktiv und werden dann häufig am Saft blutender Birken gefunden.
Wie zum Beispiel auch der Birken-Eulenspinner (Tetheella fluctuosa) ernähren sich die Raupen monophag von den Blättern der Birken (Betula).
Der Gelbhorn-Eulenspinner wird in einigen Bundesländern auf der Roten Liste geführt:

Espanyol Barcelona

RCD Espanyol Barcelona (katalanisch Reial Club Deportiu Espanyol, spanisch Real Club Deportivo Español) ist ein Fußballverein aus der Metropole Barcelona, in Spanien.

Der Klub wurde am 28. Oktober 1900 unter dem Präsidenten Ángel Rodríguez Ruiz von Studenten der Universität Barcelona in deren Aula gegründet. Der Verein ist somit einer der ältesten Fußballclubs in ganz Spanien. Der Name „Espanyol“ (kat.: „spanisch“) sollte zeigen, dass der Verein spanischen Ursprungs ist.
Zum Gründungszeitpunkt firmierte er noch unter dem offiziellen Namen Sociedad Española de Fútbol. Der Name „spanische Fußballgemeinschaft“ wurde aufgrund der Tatsache auserwählt, dass alle Gründungsmitglieder aus Katalonien und Spanien stammten. Im Laufe der nächsten Jahre wurde der Verein allerdings zunehmend von Ausländern, insbesondere von Briten strukturiert.
Espanyol, Gründungsmitglied der Primera División im Jahre 1929, ist einer der spanischen Vereine, die als Patron den spanischen König und den Titel Real („königlich“) im Namen und im Wappen tragen. Dieses Privileg geht auf den spanischen König Alfons XIII. von Spanien zurück, der dem Verein 1912 diese Ehre verlieh.
Seinen ersten großen Erfolg verbuchte der RCD Espanyol am 3. Februar 1929, als es der Mannschaft gelang, die Copa del Rey, den spanischen Königspokal, im Finale gegen Real Madrid zu gewinnen. 1933 wurde zu einem der erfolgreichsten Jahre des Vereins. In diesem Jahr gelang es ihm, die spanische Liga als Dritter zu beenden. Das bis heute beste Ergebnis des Clubs. Sieben Jahre später, 1940, triumphierte Espanyol mit 3:2 erneut über Real Madrid im Finale des Königspokals. Nach Jahren im Mittelmaß der Tabelle folgte in der Saison 1962/63 der erste große Rückschlag. Die Mannschaft stieg zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte ab. Dennoch folgte recht bald der erneute Wiederaufstieg in die Primera División, die höchste Spielklasse Spaniens.
International sorgte der Verein zum ersten Mal 1988 für Aufruhr, als das Team vom damaligen Erfolgstrainer Javier Clemente überraschend als Qualifikant das Finale des UEFA-Pokals erreichte. Das Finale gegen Bayer 04 Leverkusen, das damals noch in zwei Finalspielen ausgetragen wurde, stellt bis heute einen zugleich wichtigen und traurigen Aspekt in der Vereinsgeschichte dar. Nachdem man im heimischen Sarrià-Stadion Leverkusen bereits mit 3:0 geschlagen hatte, verlor das Team im Rückspiel in Leverkusen im Elfmeterschießen mit 2:6. Viele Vertraute im Umfeld von Espanyol meinen heute noch, dass sich der Verein nie von diesem Schock erholen konnte. Tatsächlich wurde man seinen Ansprüchen in den nächsten Jahren nicht mehr gerecht und der Verein geriet in eine finanzielle Krise, bei der unter anderem das Stadiongelände verkauft werden musste.
In der jüngeren Vergangenheit stabilisierte sich der Club weitestgehend – sowohl finanziell als auch sportlich. So gewann er in den Jahren 2000 und 2006 noch zwei weitere Male den Copa del Rey und erreichte im Mai 2007 erneut ein UEFA-Pokal-Endspiel, das ebenfalls im Elfmeterschießen gegen den FC Sevilla verloren wurde.
Espanyol trägt seine Heimspiele im Power8 Stadium (vorher: Estadi Cornellà-El Prat) aus. Im Zuge der wirtschaftlichen Stabilisierung des Vereins war im Herbst 2004 das Bauprojekt für ein neues Stadion im Vorort Cornellà begonnen worden. Es wurde nach den modernsten Standards der UEFA gebaut und soll nach zwei Ausbaustufen die Anforderungen des Verbands an ein sogenanntes „4-Sterne Stadion“ erfüllen – heute schon sind sämtliche Plätze überdacht. Zu Beginn der Saison 2009/10 wurde das Estadi Cornellà-El Prat eingeweiht. Mit dem Bau des eigenen Stadions wollte sich der Verein insbesondere unabhängig machen von der Stadt Barcelona, der das Olympiastadion gehört und die es für die Heimspiele an Espanyol vermietete. Es hat direkten Autobahnanschluss und liegt geographisch im Dreieck der Städte Cornellà de Llobregat, L’Hospitalet de Llobregat und Sant Boi de Llobregat. In diesen Nachbarstädten Barcelonas wohnt traditionell ein großer Anteil der Fankultur von Espanyol. Das Trainingsgelände findet sich indes genau auf der anderen Seite des Ballungsraumes Barcelona, in San Adrián de Besos. Sowohl hier als auch in den angrenzenden Badalona und Santa Coloma de Gramanet findet man ebenfalls ein hohes Fanpotential.
Anfangs trug Espanyol Barcelona seine Spiele an einer breiten Promenade nahe der Sagrada Família aus. Im Jahre 1923 zog der Verein dann in das neueröffnete Estadi Sarrià im vornehmen Stadtteil Sarrià um. Dieses war bei der WM 1982 ein Austragungsort. Bis zur Saison 1996/97 blieb der Verein dieser Spielstätte treu, bis er das Gelände aus finanziellen Gründen veräußern musste. Daraufhin erfolgte ein Umzug auf den Montjuïc, ins Olympiastadion von 1992, das Estadi Olímpic Lluís Companys (55.000 Plätze).
Heutzutage sind die offiziellen Farben von Espanyol blau und weiß, doch zu seiner Gründungszeit liefen die Spieler mit gelben Trikots auf, aus dem einfachen Grund, dass einer der ersten Sponsoren des Teams diese zu Verfügung stellte. Erst in den nächsten Jahren entwickelten sich die heutigen Farben des Vereins.
Espanyol wird im Gegensatz zum katalanisch geprägten FC Barcelona von vielen Katalanen auch heute noch als Sinnbild für den spanischen Zentralstaat angesehen. Dennoch wandelte sich der Verein in den letzten Jahren und mittlerweile ist auch Espanyol ein katalanischer Verein. Die Fangruppen unterscheiden sich teils immer noch in spanisch und katalanisch.
Das Maskottchen des Vereins ist ein Wellensittich, der „Perico“ oder „Periquito“, in den Vereinsfarben blau-weiß. Dieser gibt auch der Anhängerschaft des Clubs ihren Namen.
Stand: 18. Oktober 2015
Im Laufe der Jahre verfügte Espanyol über eine Reihe bekannter Spieler in seinen Reihen. So unter anderem die Torwartlegende Ricardo Zamora, Alfredo Di Stéfano und Vereinsrekordtorschütze Raúl Tamudo.
Espanyol Barcelona | FC Barcelona | Athletic Bilbao | SD Eibar | FC Getafe | Sporting Gijón | FC Granada | Deportivo La Coruña | UD Las Palmas | UD Levante | Atlético Madrid | Real Madrid | FC Málaga | Rayo Vallecano | Real Sociedad | Betis Sevilla | FC Sevilla | FC Valencia | Celta Vigo | FC Villarreal
Abraham | Víctor Álvarez | Álvaro Gónzález | Anaitz Arbilla | Giedrius Arlauskis | Marco Asensio | Burgui | Felipe Caicedo | José Alberto Cañas | Michaël Ciani | Rober Correa | Papa Diop | Óscar Duarte | Rubén Duarte | Juan Rafael Fuentes | Gerard | Joan Jordán | Javi López | Pau López | Mamadou | Paco Montañés | Hernán Pérez | Enzo Roco | Víctor Sánchez | Salva Sevilla
Trainer: Constantin Gâlcă